
Petterweil – Jetzt sind sie da, wo sie am Tabellenende auch sein wollen: Die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg haben das Spitzenspiel der Regionalliga für sich entschieden und mit 32:26 (17:12) beim TV Petterweil gewonnen. Dadurch zogen die Edertaler am bisherigen Primus vorbei und revanchierten sich zudem für die Schmach im Vorjahr, in dessen Folge Petterweil vor der ESG Vizemeister wurde.
„Hier werden nicht viele Mannschaften gewinnen, das haben wir schon irgendwie souverän gelöst. Mit ein bisschen mehr Killerinstinkt hätten wir den Sack aber durchaus früher zumachen können“, sagte Trainer Fynn Welch, dessen Team einen schlechten Start mit technischen Fehlern erwischt hatte. Nach neun Minuten führte Petterweil mit 3:0. Das erste Gensunger Tor gelang Julian Damm (10.). Zum ersten Ausgleich kamen die Gäste nach drei Treffern in Serie von Linksaußen Teja Sonnenschein zum 6:6 (15.).
Die erste Führung brachte Hannes Garde auf den Weg, der sich erneut als sicherer Siebenmeterschütze bewies und zum Volltreffer für die besonderen Momente von der Bank avancierte. Das Eigengewächs traf zum 10:9 (20.), was Max Bieber und Vince Schmidt zum 13:10 zu veredeln wussten (24.). Gemeinsam mit Jannis Kothe ließen die Rückraumkräfte fortan den Ball gut laufen. Zwei weitere verwandelte Strafwürfe später lagen die Edertaler mit 17:12 zur Pause vorn.
Auch die Torhüterleistung stimmte in den wichtigen Phasen. Die Paraden von Lukas Voß und Nicola Kowalski waren notwendig, „weil wir manchmal mehr Körperkontakt hätten suchen sollen und offensiver verteidigen“, wie Welch erklärte, der seine Mannschaft insgesamt allerdings bereits „wesentlich stabiler“ als in der Vorsaison sieht. Dadurch blieb die ESG auch nach den Roten Karten gegen Damm und Schmidt auf der Siegerstraße.
ESG: Voß, Kowalski – Iffert 2, Sonnenschein 3, Bikic, Schmidt 5, Backhaus 2, Otto 2, Bieber 3, Gruber, Damm 1, Fitozovic, Lippold 4, Kirchhoff 1, Kothe 3, Garde 6/6.
SR: Budde/Ehlert
Siebenmeter: 1/3:6/6
Zeitstrafen: 10:6-Minuten.
Rote Karten: Damm (36., ESG), Koffler (42., TV), Schmidt (48., ESG).
Quelle: HNA Homepage