
Gensungen – Die Prognosen vor der Saison haben sich ziemlich bewahrheitet. Da ging es in der Hinrunde gleich mit einer Reihe von vermeintlichen Spitzenspielen in der Regionalliga los für die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg. Die sie allesamt mit Siegen gelöst haben. Somit starten die Edertaler in die Rückrunde mit einem Polster von fünf Punkten auf die drei ärgsten Rivalen HSG Groß-Bieberau/Modau (Sa. 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen), TSG Offenbach-Bürgel (22.2., 17.30 Uhr in Offenbach) und TV Petterweil (7.2., 19.30 Uhr Gensungen). Drei Gipfeltreffen in den kommenden vier Partien, die zeigen werden, wie reif sie in Gensungen und Felsberg schon für die 3. Liga sind.
„Wenn wir gewinnen, glaub ich nicht, dass sie uns noch einmal ärgern können. Wenn wir verlieren würden, wäre der Titelkampf wieder völlig offen“, erklärt Fynn Welch. Der ESG-Coach, dessen Team einen eindrucksvollen Start ins Sportjahr 2026 hingelegt hat. Gegen den TV Groß-Umstadt fegten die Edertaler mit 35:16 förmlich weg. Der höchste Saisonsieg, ausgerechnet gegen den starken Neuling, der zuvor sieben Spiele in Serie ungeschlagen geblieben war. Das können die Falken sogar noch toppen, denn das Team aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg kommt mit der Empfehlung von 15:1-Punkten aus den jüngsten acht Begegnungen. Darunter zuletzt der 37:33-Erfolg in Baunatal, was die dritte Niederlage der Eintracht war seitdem sie als einzige Mannschaft der Liga gegen Gensungen triumphiert hatte.
„Beide Mannschaften gehören zu den Top Five der Regionalliga, Gensungen hat sich dabei in der Vorrunde als klarer Primus hervorgetan und wird uns am Samstag alles abverlangen. Mal sehen, was wir ihnen entgegen setzen können“, gibt sich HSG-Trainer Thomas Weber bedeckt, der bis 2027 plus Option unter Vertrag steht – und zuletzt improvisieren musste. Das Dach in der Halle in Groß-Bieberau musste saniert werden, so dass die Falken in der Nachbarschaft trainieren mussten. „Groß-Bieberau verfügt über eine hohe individuelle Qualität. Wir müssen besonders einen sehr guten Rückzug haben und erwarten sie in der Deckung offensiv im 3:2:1 oder sogar mit 3:3 und Manndeckung“, betont ESG-Coach Welch.
Im Tor haben die Falken Rückkehrer Martin Juzbasic zu bieten. Den 37-jährigen Kroaten, der für RK Nasice Nexe schon in der EHF European League und bis Anfang 2024 für Zweitligist Bayer Dormagen parierte. Aber auch die 19-jährige Nummer zwei Mika Trautmann bringt Talent mit. Spielgestalter der Odenwälder seit dieser Saison ist Trainersohn Darren Weber (47 Tore), der von der SG Saulheim gekommen war. Im linken Rückraum wirbelt daneben der 21-Jährige Damjan Jajic (81), der 2024 von KC Veszprem Akademie aus Ungarn verpflichtet worden war. Mit Rechtsaußen Kevin Kunzendorf (121/39) hat Groß-Bieberau zudem den Top-Torjäger der Spielklasse zu bieten, der gleichauf mit Bruchköbels Dennis Weit die Bestenliste anführt. Macht in Summe der mit 463 stärkste Angriff, deutlich vor der ESG (425), die dem in unverändertem Aufgebot zur Vorwoche die größte Kadertiefe der Liga entgegensetzt. „Es ist schön, dass jeder, der reinkommt, auch performt“, lobt Welch.
Quelle: HNA Homepage