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Nach zehn Minuten ging die Gensunger Post ab

31. August 2026

ESG feiert bei eindrucksvollem Comeback 31:28-Sieg im Aufsteigerduell – Damm überragt mit sechs Toren

Wunstorf – Welch`ein Comeback der ESG Gensungen/Felsberg in der 3. Liga! Im Aufsteigerduell zum Auftakt der Nord-West-Staffel feierten die Edertaler einen 31:28 (18:12)-Erfolg beim MTV Großenheidorn. Ein Sieg, der den Gastgebern noch schmeichelte, die erst in den letzten drei Minuten etwas Ergebniskosmetik betreiben konnten.

Kein Wunder, dass auch Neu-Trainer Wachs „sehr glücklich“ war. Denn: „Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Jeder Spieler war auf den Punkt da.“ Trotz einer durchaus schwierigen Anfangsphase. Vier Tore von MTV-Neuzugang Justus Westerbeck bescherten der Mannschaft vom Steinhuder Meer einen 6:3-Vorsprung, der die Gäste zu „kleineren Anpassungen“ (Wachs) in der eigenen 6:0-Deckung veranlasste.

Die fruchteten sofort. Der MTV-Spielfluss wurde nun frühzeitig unterbrochen, Spielmacher Bausch und seine Nebenleute entscheidend gestellt, was dann auch für die erhofften Umschaltmomente und den Startschuss fürs Gensunger Tempospiel sorgte. Als besonders zweikampfstark erwies sich dabei im Mittelblock ein überragender Franco Rossel. Und Torwart Voß steigerte sich. Die Folge: Jona Gruber und Jannis Kothe verkürzten auf 5:6 (12.) und Max Bieber gelang in Unterzahl mit einem spektakulären Treffer, als er den Ball „in den Winkel schraubte“ (Wachs), der Ausgleich zum 8:8 (17.).

Nun übernahmen die Nordhessen das Kommando – und gaben es nicht mehr ab. Stellten bereits vor der Pause mit zwei 4:0-Läufen zum 12:9 (21.) und 17:11 (28.) trotz zeitweiliger Unterzahl die Weichen auf Sieg. Dabei hatten sie sich mittlerweile bestens auf die Großenheidorner 5:1-Deckung eingestellt, wussten die Räume hinter Spitze Westerbeck bestens zu nutzen.

„Unser Spielplan ging auf“, konnte Kapitän Kothe mit Fug und Recht behaupten. Der Linkshänder, der selbst seine Chancen auf der Halbposition entschlossen nutzte, oder aber Kreisläufer Damm bestens ins Szene setzte. Der profitierte zudem von Biebers Anspielen und bedankte sich mit sechs Toren. „Wir haben das Momentum erkämpft und entschlossen genutzt“, erklärte Heinrich Wachs den Spielrausch seiner Schützlinge.

Auch die Halle war mittlerweile dank 100 mitgereister Fans fest in Gensunger Hand. Die sorgten nach dem Wechsel für „Heimspielatmosphäre“ (Kothe), während ihre Helden den Vorsprung souverän verwalteten. Dabei des Gegners Aufholversuche etwa mit einem siebten Feldspieler schon im Keim erstickten. Zudem wurde die Spannung bis drei Minuten vor Schluss (31:25) hochgehalten.

Erst dann ließ sich Bruder Leichtfuß mal blicken. Simon Marotzke (2) und Mika Bitter verkürzten auf 28:31, was Trainer Stephan Lux aber kaum trösten konnte: „Wir haben Regionalliga-Handball gespielt und müssen so schnell wie möglich auf die 3. Liga umschalten.“

Das ist der ESG eindrucksvoll gelungen, sodass Titelaspirant Vinnhorst nun (zum ersten Heimspiel am Samstag) kommen kann. Natürlich bleiben die Gäste Favorit, doch die Gastgeber können nach ihrer fulminanten Rückkehr in die Drittklassigkeit mit breiter Brust und ohne jeglichen Druck aufspielen. Mal sehen, was unter diesen selbst geschaffenen Vorzeichen möglich ist.RALF OHM

ESG: Voß, Kowalski; Sonnenschein, Rulff 1, Schmidt 3, Backhaus 1, Otto, Kindl, Bieber 3, Gruber 1, Damm 6, Bikic 3, Lippold 2, Kothe 5, Garde 5/5, Rossel 1.
Siebenmeter: 5/5:5/5.
Zeitstrafen: 12:18-Min.

Quelle: HNA Homepage

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