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Damms Rückkehr mit breiter Brust

18. September 2026

Gensungen/Felsberg in Ahlen gefordert – Aufsteiger bis auf Gruber komplett

Gensungen/Ahlen – Das klingt wie ein Ritterschlag. Und ist auch so gemeint. „Ein Malochertyp. Einer, der nie satt ist und immer mehr will“, beschreibt Jan Anton, Teammanager der Ahlener SG, mit höchstem Respekt einen Ex-Schützling des Handball-Drittligisten. Der Hochgelobte ist Julian Damm, der dort in vier Jahren (2021 bis 2025) seine Spuren hinterließ, bevor der Ex-Melsunger ins Edertal wechselte.

Das Kompliment ist durchaus auch als Warnung für die Gastgeber gedacht, wenn der 26-Jährige mit Aufsteiger Gensungen/Felsberg am Samstag in der Friedrich Ebert-Halle (Anwurf 18 Uhr) gastiert. Der Kreisläufer freut sich drauf. Hat „richtig Bock auf dieses Spiel“. Und auf das Wiedersehen mit ehemaligen Mitspielern wie Mittelmann David Wiencek, Rückraumspieler Shawn Pauly und Abwehrchef Til-Colin Schmidt. Und warnt ebenfalls: „Ahlen ist besser als ihr Tabellenplatz.“

In der Tat spiegelt der durchwachsene Saisonstart (2:4-Punkte) keineswegs das Leistungsvermögen des Schwabe-Teams wieder. Das hat nach der letzten Zittersaison – mit der Rettung am letzten Spieltag – einen personellen Umbruch hinter sich. Langjährige Leistungsträger wie Marvin Michalczik oder das Torhüter-Duo Klama/Martinsen gingen, Top-Neuzugänge wie Kreisläufer Jonas Stüber (von AEK Athen, ehemals Gummersbach), Rechtsaußen Shane Kerber (Rückkehrer aus Kiel) und die Schlussleute Domantas Jonusauskas (aus niederländischer 1. Liga) sowie Keno Danzenbächer (Minden) kamen. Ebenso Spielmacher Luca Klein, der Emsdetten in der letzten Spielzeit in die 2. Liga führte, dessen Einsatz gegen Gensungen aber aufgrund einer Zerrung fraglich ist.

Verbunden mit der Hoffnung auf eine sorgenfreie Saison, so dass die Partie gegen den Neuling schon etwas richtungsweisend ist. „Noch haben wir keinen Druck. Aber um den zu vermeiden, sollten wir den zweiten Sieg einfahren“, sagt der SG-Macher. Und stellt sich, stellvertretend für das Ahlener Trainerteam um Jakob Schwabe, die Frage, „ob Gensungen zu solch‘ einer Energieleistung wie gegen Wilhelmshaven auch auswärts fähig ist.“

Davon ist ESG-Trainer Heinrich Wachs überzeugt. Will die aktuelle Euphorie („Wir reisen mit breiter Brust an“) mit ins westfälische Münsterland nehmen „und in Punkte verwandeln“. Und kann dabei mit Ausnahme von Jona Gruber personell wieder aus dem Vollen schöpfen. Hat besonders im Rückraum die Qual der Wahl, wo sich beim 33:30 gegen den WHV auch noch Abwehrspezialist Franco Rossel mit einer starken Leistung empfahl.

Gesetzt im Mittelblock und dort wohl wieder unterstützt von Julian Damm, der beim zweiten Saisonsieg von einer Grippe geschwächt und aufgepäppelt von Mannschaftsarzt Meinhard Rudolff „nur“ im Angriff zum Einsatz kam. Dort aber für seine Nebenleute wie gewohnt ackerte. Was er sich natürlich auch gegen seinen Ex-Klub vorgenommen hat. Der weiß darum.

Quelle: HNA Homepage

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