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Echte Männer bei Top-Talenten gefragt

25. September 2026

Gensungen reist mit breitem Kader zu formstarkem Team Lippe II – Wachs lobt Austausch

 

Augustdorf/Gensungen – Ausbildungsmannschaft gegen Männerteam. Etablierter Drittligist gegen ambitionierten Aufsteiger. Ein Duell der Gegensätze steht der ESG Gensungen/Felsberg bevor, die sich am Samstag (19 Uhr, Horatec-Arena Augustdorf) beim Team Handball Lippe II in der 3. Liga Nord-West beweisen möchte.

„Wir werden uns auf viele, viele Zweikämpfe einstellen. Sie werden vor Selbstvertrauen nur so strotzen“, sagt ESG-Coach Heinrich Wachs vor der Aufgabe beim Erstliga-Unterbau. Denn das Team, das nach einer Kooperation mit der HSG Augustdorf/Hövelhof den Startplatz der Lemgo Youngsters 2018 in der 3. Liga übernommen hatte, ist über Soll gestartet. 35:33 gegen Loxten, lediglich 29:33 bei Aufstiegsaspirant Bielefeld, 32:29 in Ahlen und zuletzt 35:39 gegen die MT II. „Das war so nicht zu erwarten. Wir sind sehr zufrieden“, sagt denn auch Lippes Trainer Björn Piontek.

Der A-Lizenz-Inhaber gehört zu den Wenigen in Deutschland, die männliche und weibliche Talente auf ein Top-Niveau führen können. Denn bis 2022 arbeitete der gebürtige Bielefelder als Leiter der Handball-Akademie für die HSG Blomberg-Lippe. Dort trainierte er auch die A-Jugend in der Bundesliga und die HSG II in der 3. Liga, mit der er sich einige Duelle mit der SG 09 Kirchhof und dem SV Germania Fritzlar lieferte. In Lemgo coachte er zunächst die A- und B-Jugend, ehe er im Januar 2026 deren Drittliga-Team übernahm. Als Nachfolger von Jari Lemke, dem jüngeren Bruder von Finn Lemke – dem Leiter Nachwuchs und Förderkader der MT.

Für Piontek sind die bisherigen Saisonsiege auch deshalb so wertvoll, weil es vier Langzeitverletzte gibt. Darunter bei Rechtsaußen Anton Kracht und Kreisläufer Henry Kleimann gleich zwei gebrochene Hände. Eine Konsequenz daraus ist, dass Lippe gerne mit vier Rückraumspielern angreifen lässt. Eine andere, dass sich nicht „nur“ schon einige Talente des jüngeren A-Jugend-Jahrgangs 2009 zeigen dürfen, sondern auch Lian Struck. Ein 16-jähriger Rückraumspieler, der zudem auf Rechtsaußen wirbeln kann. Somit trainiert Piontek einen der vier jüngsten Kader aller 3. Ligen.

Ein Schlüsselspieler der Nordrhein-Westfalen ist Spielmacher Marco Bilanzola, der seine Nebenleute Valentin Weyer (27/13-Saisontore), Moritz Sundermann (16) oder Linksaußen Dan Stypinski (22/5) in Szene setzen kann. „Sie machen das äußerst variabel und mit vielen Kreuzungen. Aber wir haben gezeigt, dass wir in der Liga jeden Gegner besiegen können“, erklärt ESG-Coach Wachs. Erfreut darüber, dass er bis auf Jona Gruber (Zerrung) weiterhin alle Mann an Bord hat. Der Kader ist derart breit, dass für Torhüter Nicola Kowalski oder den neuen Rechtsaußen Fynn-Nicolai Saam zuletzt nur ein Platz in der zweiten Mannschaft blieb. „Das kann sich aber jederzeit ändern, jeder bekommt seine Chance und der Austausch mit unserem Oberliga-Team ist wirklich sehr gut“, bekräftigt Wachs.

Ein Lerneffekt aus dem jüngsten 34:36 in Ahlen nach 30:27-Führung bis sieben Minuten vor Schluss: „Wir haben am Ende einen Tick zu langsam verschoben, hatten nicht mehr die Durchschlagskraft und hatten technische Fehler, die wir sonst nicht haben. Das wollen wir wieder besser machen“, betont der ESG-Trainer. Erleichtert darüber, dass sein schon als Spieler kongenialer Nebenmann Vince Schmidt ebenso wieder ein Aktivposten ist wie Kapitän Jannis Kothe. Und auch, dass bei Teja Sonnenschein mit zuletzt fünf Toren aus sieben Versuchen der Knoten geplatzt scheint. Treffer, Tempo und Emotionen, die es auch am Samstag bedarf. In einem Duell zweier hungriger Mannschaften, vor dem nicht nur Björn Piontek gespannt ist, wie sich seine Talente gegen eine „richtige Männer-Mannschaft schlagen werden.“

Quelle: HNA Homepage

 

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