
Gensungen – Regionalliga-Meister sind sie schon, die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg. Und spielen damit in der kommenden Saison eine Etage höher. Am letzten Spieltag winkt ihnen noch ein weiterer (inoffizieller) Titel: der des besten Drittliga-Aufsteigers nämlich. So können sich die Edertaler nennen, wenn sie am letzten Spieltag auch noch beim TV Gr.-Umstadt bestehen (Sa. 19 Uhr am Damstädter Schloss). Also im 26. Spiel den 25. Sieg feiern und damit mit nur zwei Minuspunkten drittklassig werden, was es seit der Einführung der dritthöchsten deutschen Spielklasse 2010/2011 noch niemand geschafft hat.
„Wir wollen das durchziehen“, bekräftigt Trainer Welch vor seiner vorerst letzten Partie auf der ESG-Bank. Nach dem emotionalen Abschied vom eigenen Publikum plus Meisterfeier mit den Fans am voraugegangenen Spieltag sei das erste Training danach zwar etwas „mühsam“ gewesen, „doch in Groß-Umstadt werden wir wieder voll da sein.“ Denn nur so dürfte bei den heimstarken Südhessen etwas zu holen sein. Die haben nämlich unter Spielertrainer Philipp Keller, der zwölf Jahre für Nieder-Roden in der 3. Liga spielte und die Mannschaft postwendend in die Regionalliga (zurück) führte, erhebliche Fortschritte gemacht.
Davon konnte zuletzt Eintracht Baunatal ein Lied singen und verlor zu Hause gegen den Aufsteiger mit 27:33. „Sensationell“ fand das der Sportliche Leiter Thomas Müller, der die nötige Siegprämie eigentlich auf die hohe Kante legen wollte, um dann noch 250 Euro für die Versorgung auf der feuchtfröhlichen Rückfahrt draufzusatteln. „Sensationell“ weil der sechste Auswärtssieg ohne fünf Stammspieler errungen wurde, dafür aber die zweite Reihe effektvoll in die Bresche sprang. Der flexible Luca Kemper (sieben Tore) etwa, der für den etatmäßigen Luca Braun (179) in die Bresche sprang.
Kreisläufer Moritz Holzschuh (6) ersetzte Can Iserinc, der gegen die ESG wieder dabei ist. Genauso wie Linksaußen Niclas Müller, der hervorragend von Lukas Dries (5) vertreten wurde. Auch der Rückraumlinke Lucas Schmidt (105) kehrt zurück, sodass neben dem langzeitverletzten Braun nur Mittelmann David Acic und Defensivstratege Robin Drews ausfallen. Fynn Welch muss auf Vince Schmidt, Jannik Bitter und Luca Pickenhahn verzichten. Kann aber in der Abwehr wieder auf den formstarken Franco Rossel zurückgreifen, der auch für die 3. Liga zugesagt hat.RALF OHM
Quelle: HNA Homepage