
ESG:
Lieber Heinrich, nach nur einem Jahr kehrst du zu unserer ESG zurück. Es sei an dieser Stelle nochmals gesagt, dass wir uns sehr darüber freuen. Wie intensiv hast du das Geschehen rund um den Handball im Edertal weiter verfolgt?
Heinrich:
Ich habe das Geschehen in Gensungen sehr intensiv verfolgt. Nach meinen eigenen Spielen habe ich umgehend die Ergebnisse gecheckt, über das Videoportal gezielt in Szenen reingeschaut und auch mehrere Spiele vor Ort verfolgt. Zudem stand ich durchgehend im Austausch mit ehemaligen Weggefährten. Die Verbindung zur ESG und zum Handball im Edertal ist nie abgerissen.
ESG:
Freut uns zu hören – ging uns auch so. Auch wir haben dich nicht aus den Augen verloren. Allein durch die Tatsache, dass unsere zweite Mannschaft ja auch in der Oberliga (wie der TV Külte) aufläuft. Seit wenigen Wochen hast du der ESG nun die Zusage gegeben. Offiziell beginnt dein Engagement am 1. Juli diesen Jahres. Ein Trainer hat aber doch sicher schon im Vorfeld viele Dinge zu tätigen/organisieren. Bitte gib uns doch mal einen Einblick um was es sich da alles so handelt….
Heinrich:
Zu Beginn gab es bereits einige Telefonate und Gespräche, um die wichtigsten Themen frühzeitig abzustimmen. Dieser Prozess läuft aktuell weiter. Anschließend geht es darum, zeitnah einen groben Fahrplan für die Vorbereitung zu entwickeln, damit die Spieler Planungssicherheit für ihre Urlaube haben. In der darauf folgenden Feinplanung werden dann organisatorische Details, Abläufe und inhaltliche Schwerpunkte konkret festgelegt.
ESG:
Hört sich nach wenig Freizeit in den kommenden Wochen/Monaten an wenn man bedenkt, dass dein Hauptaugenmerk logischerweise nach wie vor auf dem Klassenerhalt deiner Külter Jungs liegt. Man hört auch privat und beruflich wirst du dich verändern. Kannst du uns kurz auf Kurs halten was da ansteht?
Heinrich:
Da steht viel Handball an, aber das mache ich ja auch sehr gern. Ja, das ist richtig. Ich werde wieder zurück nach Kassel ziehen. Außerdem werde ich mein Masterstudium in Kassel beginnen, sodass ich meine Leitungsstelle in der Kita aufgeben werde. Ich glaube, die Kombination macht es möglich, in beiden Bereichen Vollgas zu geben.
ESG:
Ok. Wünschen wir gutes Gelingen bei. Aktuell sind die Jungs mit lediglich zwei Minuspunkten auf Kurs Aufstieg. Worauf wirst du bei deiner Aufgabe als Trainer den Fokus legen?
Heinrich:
Der Fokus liegt darin, aus den Spielern individuell das Maximum herauszuholen und dabei die Fähigkeiten jedes Einzelnen ins Team und in das Gesamtergebnis einzufügen. Ihnen immer wieder zu zeigen, was sie drauf haben, und gemeinsam eine Atmosphäre zu schaffen, in der wir attraktiven und erfolgreichen Handball spielen können.
ESG:
Das hört sich gut an und wir freuen uns drauf. Eine letzte Frage noch. Was waren die Hauptgründe die Komfortzone zu verlassen und das Abenteuer des ESG-Trainers anzugehen?
Heinrich:
Für mich geht es weniger darum, eine Komfortzone zu verlassen, sondern vielmehr darum, mich ganz bewusst für eine neue Herausforderung zu entscheiden. Die ESG ist mir als Verein und Umfeld vertraut, und genau das schafft eine gute Basis. Ausschlaggebend war für mich die Lust, in einer neuen Funktion Verantwortung zu übernehmen, Strukturen mitzugestalten und gemeinsam mit der Mannschaft sowie dem gesamten Verein Entwicklung anzustoßen. Die Herausforderung des Traineramts anzunehmen und dabei gemeinsam zu wachsen, hat mich überzeugt.
ESG:
Danke für deine Zeit, die Worte und auf bald im Edertal….