Damit hatten die Regionalliga-Handballer der ESG Gensungen/Felsberg nicht gerechnet. Beim TV Petterweil musste die Mannschaft von Trainer Fynn Welch in einem umkämpften Spiel mit drei Roten Karten überraschend eine 32:35-Auswärtspleite hinnehmen. Der Abstand der auf Rang zwei liegenden ESG zum ärgsten Verfolger HSG Groß-Bieberau/Modau ist damit auf lediglich einen Punkt geschrumpft.
Klar verteilt sind allerdings die Rollen vor dem kommenden Heimspiel (Sa. 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen) gegen Aufsteiger und Schlusslicht TuS Holzheim. Alles andere als ein Erfolg der Nordhessen wäre eine faustdicke Überraschung.
Dabei hat die ESG mit dem Liganeuling noch eine Rechnung offen. Denn bei der 31:32-Pleite im Hinspiel mussten die ersatzgeschwächten Edertaler die erste Saisonniederlage hinnehmen. Quasi mit der Schlusssirene gelang TuS-Torjäger Paul Lukas Bährens der umjubelte Siegtreffer.
Dabei war entscheidend, dass die Welch-Sieben in der Defensive nur bedingt Zugriff fand. Einen 16:9-Vorsprung gaben die Nordhessen leichtfertig aus der Hand – und standen am Ende mit leeren Händen da. Seitdem konnten die Südhessen allerdings nur noch drei weitere Siege (gegen Hüttenberg II, Rodgau/Nieder Roden II, und Vellmar) einfahren. Erst am vergangenen Wochenende musste die Mannschaft von Trainer Dominik Jung eine bittere 28:30-Niederlage im Kellerduell gegen die HSG Kleenheim-Langgöns hinnehmen. Bereits eine Woche zuvor kassierte das Team in einem weiteren Vier-Punkte-Spiel gegen den TV Hüttenberg II eine ernüchternde 15:21-Pleite. In der Folge übernahm der TuS die rote Laterne.
Probleme haben die Gäste vor allem in der Offensive, wo das Team im Schnitt gerade einmal 24 Treffer erzielt – keine Mannschaft der Oberliga ist weniger torgefährlich. Zu den wichtigsten Leistungsträgern zählt Rechtsaußen Marco Becker, der mit 74 Treffern auch der erfolgreichste Werfer des TuS ist. Daneben sind der Rückraumlinke Lukas Fischer (69 Tore) und Paul Lukas Bährens (57) zu beachten.