
Groß-Umstadt – Aus solchem Holz sind wahre Champions geschnitzt. Seit fünf Spieltagen sind sie durch, die Regionalliga-Handballer der ESG Gensungen/Felsberg, haben Meisterschaft und Aufstieg längst geschafft, die Konkurrenz distanziert. Und trotzdem seitdem nicht nachgelassen. Einschließlich Saisonausklang, einem 31:20 (15:14)-Erfolg beim starken Aufsteiger TV Gr.-Umstadt.
Für den scheidenden Trainer Fynn Welch „ein gebührender Abschluss einer tollen Saison“, wobei er sich besonders darüber freute, „dass wir nach dem Wechsel nochmal einen Gang hochschalten konnten.“ Das war nach durchwachsener erster Hälfte, als die sonst so starke ESG-Abwehr keinen Zugriff fand, allerdings auch notwendig, um schließlich noch souverän auf die Siegerstraße einbiegen zu können.
Da mussten dann auch die bis zum 16:16 (32.) sehr agilen Rico Funck (7) und Lorenz Schevardo (3) ihre Torproduktion einstellen. Überhaupt gelangen dem Gastgeber danach nur noch fünf Treffer. „Wir haben in der Deckung aggressiver und offensiver agiert“, beschrieb Gensungens Meistercoach das Erfolgsrezept seiner Mannschaft, deren gefürchtetes Umschaltspiel nach Ballgewinnen nun endlich auf Touren kam.
Leichte Tore über die erste und zweite Welle verhalfen ihr nach 39 Minuten zu einem 21:17-Vorsprung, ehe ein 7:0-Lauf zum 28:18 (51.) die Partie frühzeitig entschied. Dabei wusste Edin Fitozovic auch im Positionsangriff zu gefallen – als dynamischer Stratege und Vollstrecker (7). Ein Sonderlob des Trainers verdiente sich darüber hinaus Jona Gruber, vorne wie hinten eine Bank.
Mit dem 25. Sieg im 26. Spiel schließen die Edertaler eine Saison der Superlative ab. Seit ihrer Einführung ist es noch keiner Mannschaft gelungen, mit nur zwei Minuspunkten (durch die einzige Saisonniederlage in Baunatal) in die 3. Liga aufzusteigen. Grundlage dafür war die überragende Abwehr, mit weniger als 24 Gegentoren pro Spiel die mit Abstand beste der Liga.
Mehr Tore als die ESG (840) erzielte nur die HSG Gr.-Bieberau/Modau (881) und stellt mit Kevin Kunzendorf (246) vor Luca Braun (TV Gr.-Umstadt, 179) und Dennis Weit (SG Bruchköbel, 177) auch den erfolgreichsten Torschützen. Seine Siebenmeter Nummer 75 und 76 verwandelte Gensungens Hannes Garde im letzten Spiel – und erzielte damit die meisten Tore vom Punkt bei einer Quote von knapp über 80 Prozent. Noch ein Bestwert. RALF OHM
Gensungen/Felsberg: Voß, Kowalski; Iffert 1, Sonnenschein 1, Backhaus, Otto 1, Bieber 4, Gruber 2, Damm 4, Fitozovic 6, Lippold 2, Richter, Kirchhoff 1, Kothe 2, Garde 6/2, Rossel 1.
SR: Hoffelner/Sussmann.
Siebenmeter: 0/3:2.
Zeitstrafen: 2:4 Min.
Quelle: HNA Homepage