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Welchs Auszeit mit Gänsehautmoment

11. Mai 2026

Meister gewinnt auch sein letztes Heimspiel – und verabschiedet seinen Trainer und Kapitän

Gensungen – In der 52. Minute darf Hannes Iffert nochmal ran. 480 Sekunden, die der scheidende Kreisläufer des Regionalliga-Meisters ESG Gensungen/Felsberg wohl nie vergessen wird. „Wahnsinn“, wie der 29-Jährige über die Choreographie seines Abschieds unter Wettkampfbedingungen sagt.

Zunächst gelingt ihm sein zweites Tor zum 36:23 (56.) gegen die SG Bruchköbel. Dann sein drittes (57. 37:23), sein viertes (58., 39:25). „Die Jungs haben mich gesucht“, erklärt der Ex-Eisenacher. Und gefunden. Umso überraschender, dass sein Trainer 49 Sekunden vor Schluss eine Auszeit nimmt. Doch dann wird schnell klar warum. Aus dem Spielerkreis am Spielfeldrand „verbannt“ nimmt der Kapitän an der Mittellinie allein die Huldigungen des Publikums entgegen. „Ein Gänsehautmoment“ (Iffert), bei dem der Gefeierte die Wertschätzung dafür spürt, was er in vier Jahren im Edertal geleistet hat. Dazu zählte auch noch sein fünfter Treffer zum Endstand von 40:25 (21:14) – verbunden mit der Verpflichtung einer letzten Kiste Bier für seine Mannschaftskollegen.

Fast so hatte sich das Fynn Welch mit der Einwechslung Ifferts und der ungewöhnlichen Unterbrechung, als das Spiel längst entschieden war, gedacht. Denn: „Hannes hat auf die Zähne gebissen.“ Mit angerissener Sehne in der Schulter die Saison durchgespielt und großen Anteil am ersehnten Aufstieg gehabt. Und muss nun seine Handballkarriere wohl beenden.

Der ESG-Coach lenkte damit – wohl nicht ganz ungewollt – von der Aufmerksamkeit auf seinen eigenen Abschied ab. Ließ sich kaum anmerken, „dass ich vor diesem besonderen Spiel nervöser als sonst war“. Was nicht verhinderte, dass er in der dritten Halbzeit ebenso gefeiert wurde. „Meistertrainer“ schallte es minutenlang durch die Kreissporthalle, die sich nach dem Schlusspfiff in ein prall gefülltes Festzelt verwandelte.

Auf dem Feld wollte er es in seinem letzten Gensunger Heimspiel „unkompliziert machen“. Seine Ansage: Vollgas geben, über 60 Minuten. Das gelang nach leichten Anlaufschwierigkeiten. Bis zum 10:8 (16.) konnte der abstiegsbedrohte Gast mit seinen klug und geduldig aufgebauten Angriffen mithalten. „Doch dann haben wir den Faden verloren und gegen ein körperlich überlegenes Team kein Land mehr gesehen“, bekannte SG-Interimstrainer Iva Balentovic.

In der Tat nahm der Tempogegenstoßexpress der Edertaler Fahrt auf, wurde der Gegner mit einer perfekt abgestimmten ersten und zweiten Welle phasenweise überrannt, damit die jederzeit engagierte Abwehrarbeit belohnt. Nach dem Wechsel kam auch die Leichtigkeit des (Meister-) Seins hinzu, die in einige schön herausgespielte Rückraumtore mündete. Schließlich durften sich alle 14 Feldspieler in die Torschützenliste beim 13. Heimsieg im 13 Spiel eintragen.

Darüber freute sich ebenso der Lokalrivale. Die MSG Körle/Guxhagen nämlich, die damit bereits vorzeitig gerettet war. Entsprechend gelöst scherzte Trainer Christian Schade bereits in der zweiten Halbzeit mit seinen Schützlingen Thore Schröder und Niklas Griesel auf der Tribüne. Ehe auch ihn eine ganz besonderen Auszeit in ihren Bann zog.RALF OHM

Gensungen/Felsberg: Voß (6 P./15 G.), Kowalski (8/10); Iffert 5, Sonnenschein 3, Pickenhahn 1, Backhaus 3, Otto 1, Bieber 6, Gruber 2, Damm 1, Fitozovic 4, Lippold 3, Kirchhoff 2, Kothe 4, Garde 4/3, Rossel 1.
Bruchköbel: Ebell (5/21), Bätz (7/19); Warm 5, Wolff 2, Zutic 1, Ramos Sanchez, Vuko 2, Fuchs 3, Wolff, T. Döhring 1/1, Beller 2, L. Döhring 3, Hardt, Weit 4/1.
SR: Reuther/Tobiasch.
Siebenmeter: 3/3:2/2.
Zeitstrafen: 2:2-Min.
Zuschauer: 600.

Quelle: HNA Homepage

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